Solargerüste

Solargerüst Aargau – ein Aufbau für Dämmung und Photovoltaik

103'150 Einfamilienhäuser stehen im Kanton, 2024 kamen nur 908 neue Wohngebäude hinzu. Ihre Anlage kommt also auf ein Dach, das schon steht. Genau dort entscheidet die Vorbereitung über den Montagetermin.

Ab 3 m Traufhöhe verlangt die SUVA eine Dachfanglage. Die Konstruktion dafür trägt Lastklasse 4 bis 5 und bleibt stehen, bis Dachdecker und Solarteur fertig sind. Antwort auf Ihre Anfrage innert 48 Stunden.

Reihenfolge

Erst das Gesuch, dann das Gerüst

Kommt zur Photovoltaik eine geförderte Dämmung dazu, entscheidet die Reihenfolge über den Beitrag. Das kantonale Förderprogramm Energie zahlt nur, wenn das Gesuch vor Baubeginn vorliegt. Diese fünf Schritte halten die Frist ein.

  1. 01

    Gesuch einreichen

    Das Gesuch ans kantonale Förderprogramm Energie geht vor dem Baustart ein. Wer zuerst baut, verliert den Beitrag. Ab CHF 10'000 Beitrag gehört eine GEAK-Plus-Beratung dazu.

  2. 02

    Zusicherung abwarten

    Erst die schriftliche Zusicherung macht den Terminplan verbindlich. Bis dahin bleibt der Gerüsttermin eine Reservation. Auskunft zum Programm gibt die energieberatungAARGAU.

  3. 03

    Einmal einrüsten

    Ein Aufbau bedient Dämmung und PV-Montage. Die Konsolen richtet das Team nach der künftigen Dämmstärke aus, damit der Wandabstand nachher stimmt.

  4. 04

    Gewerke nacheinander

    Fassade dämmen, Dach eindecken, Module setzen: Alle arbeiten auf derselben Konstruktion. Umbauten während der Standzeit meldet die Bauleitung, das Team passt an.

  5. 05

    Abrechnung einreichen

    Nach Abschluss geht die Schlussabrechnung ans Programm. Das Gerüst ist dann längst weg, die Gerüstrechnung liegt bei den Belegen.

Branchenwissen zur Anlagenplanung: Photovoltaik bei Swissolar

Einsatz

Auf welche Aargauer Dächer die Module kommen

Der Aargau ist ein Sanierungsmarkt. Die Module kommen auf Dächer, die seit Jahrzehnten stehen – vom Einfamilienhaus im Suhrental bis zur Logistikhalle am Autobahnkreuz. Diese sechs Fälle deckt ein Solargerüst am häufigsten ab.

Bestandsdach statt Neubau

Im Kanton stehen 156'246 Gebäude mit Wohnnutzung, 2024 kamen nur 908 dazu. Ihre Anlage landet also fast sicher auf einem bestehenden Dach. Ziegel, Lattung und Traufe sind dort oft vierzig Jahre alt. Das Gerüst richtet sich nach dem Bestand, nicht umgekehrt.

Dämmung und Module in einem Durchgang

Die Bauperiode 1946 bis 1980 stellt in den Agglomerationsgemeinden den grössten Block. An diesen Häusern steht die Fassade ohnehin an. Wer Dämmung und Anlage zusammenlegt, bezahlt eine Einrüstung statt zwei – und spart die zweite Standzeit.

Flachdächer im Wiggertal

Am Flachdach zählt die Dachkante, nicht die Fassadenhöhe. Rund um die Verzweigung Wiggertal stehen grosse Gewerbe- und Logistikbauten, viele mit Traufhöhen über 10 m. Den Gerüstumfang bestimmt die umlaufende Dachrandsicherung. Dazu kommen Attikaabschluss, Blitzschutz und Kabelkanal.

Hofdächer im Oberfreiamt

Um Muri AG und Sins liegen Scheunen- und Vielzweckdächer mit sehr grossen Flächen. Viele tragen Faserzement aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Vor der Modulmontage wird neu eingedeckt, beim Rückbau ist die Asbestfrage geklärt. Zufahrt über Feldwege heisst: Last verteilen.

Mehrfamilienhäuser im Portfolio

Verwaltungen entscheiden im Gremium. Die Offerte muss der Eigentümerversammlung standhalten und die Mieterinformation vorbereiten. Bei eingerüsteter Fassade kommt der Einbruchschutz dazu: abschliessbare Fenstergriffe, Beleuchtung, Netz statt Plane.

Wartung und Modultausch

Auch nach dem Netzanschluss bleibt der Zugang ein Thema: Modul defekt, Wechselrichter am Ende der Laufzeit, Unterkonstruktion prüfen. Für solche Termine steht die Konstruktion kurz wieder. Ab 1 Woche Standzeit ist das machbar.

Solargerüst an einem Einfamilienhaus im Kanton Aargau – Foto: KUGE Bau AG

Technik

Was ein PV-Gerüst vom Malergerüst trennt

Auf der Bühne des Malers liegen Rolle und Farbkessel. Beim Solarteur liegen Module, Montageschienen, Kabelkanal und Akkuwerkzeug gleichzeitig. Ein einzelnes Modul wiegt 20 bis 25 kg. Darum legt das Team die Konstruktion auf Lastklasse 4 bis 5 aus.

Über das Anheben entscheidet die Belagbreite. Auf 0.73 m bringt niemand ein Modul kontrolliert übers Geländer. Mit Konsolen ab 1.09 m klappt der Griff aufs Dach. Die Dachfanglage darunter hält Person und abrutschendes Modul zurück.

Aufgebaut wird nach SN EN 12810/12811, nach der Abnahme liegt das SUVA-Freigabedokument vor. In den Riegelbau-Dörfern des Fricktals nehmen die Gefache keine Ankerkräfte auf – dort steht die Konstruktion ballastiert oder rückverankert. An den Hanglagen am Mutschellen gleichen Rahmen und Konsolen die Aufstandshöhen aus.

Lastklasse 4–5
Auslegung der Bühne
20–25 kg
Gewicht je Modul
ab 1.09 m
Belagbreite mit Konsole
SN EN 12810
Aufbau und Abnahme

Ablauf

Von der Dachskizze bis zum Rückbau

Zwischen Anfrage und fertiger Einrüstung liegen meist keine 7 Tage. Beim Einfamilienhaus dauert der Aufbau 1–2 Tage. Die Montagesaison drängt sich in den Sommer – wer den Gerüsttermin früh setzt, hält seinen Plan.

01

Dachdaten senden

Dachform, ungefähre Fläche, Modulzahl und Traufhöhe reichen für den Start. Drei Fotos vom Boden aus helfen mehr als eine Skizze.

02

Aufgeschlüsselte Offerte

Gerüsttyp, Lastklasse, Dachfanglage, Konsolen und Standzeit stehen als eigene Zeilen. Beim Einfamilienhaus liegt die Offerte oft am selben Tag vor.

03

Aufbau in 1–2 Tagen

Eingerüstet wird mit Dachfanglage und umlaufendem Seitenschutz. Im Raum Baden, Wettingen und Spreitenbach passiert die Anlieferung den Baregg vor 06.30 Uhr oder nach 09.00 Uhr. Die Abnahme hält das Freigabedokument fest.

04

Rückbau nach Netzanschluss

Läuft die Anlage, genügt ein Anruf. Die Demontage folgt innert 2–3 Arbeitstagen. Bei Kombiprojekten wartet die Konstruktion auf das letzte Gewerk.

Für Planende: Die Dämmstärke gehört in die Gerüstplanung, nicht erst in die Bauausführung. Wer den Wandabstand am Aufbautag festlegt, rückt die Konstruktion später ein zweites Mal.

Kosten

Preisrahmen für Ihr Dach

Rechnen Sie mit CHF 14 bis CHF 28 je m² Gerüstfläche. Darin stecken Montage, Dachfanglage, drei bis vier Wochen Standzeit und der Rückbau. Über einem reinen Fassadengerüst liegt der Wert wegen Belagbreite und Traglast.

Den Ausschlag geben Dachform, Traufhöhe und Zufahrt. Ein Steildach mit freier Vorfahrt in Gränichen liegt unten in der Spanne. Eine Halle in Oftringen mit über 10 m Traufhöhe liegt oben. Läuft parallel eine Dachsanierung, teilen sich zwei Gewerke dieselbe Konstruktion.

Richtwerte nach Objekttyp

Objekt Gerüstfläche Preisspanne Standzeit inkl.
Einfamilienhaus, Steildach ~120 m² CHF 1'800–3'200 3 Wochen
Einfamilienhaus, Dämmung + PV ~200 m² CHF 3'000–4'800 6 Wochen
Mehrfamilienhaus, 3 Vollgeschosse ~300 m² CHF 4'000–6'500 4 Wochen
Gewerbebau, Flachdach ~250 m² CHF 3'500–5'800 3 Wochen
Hofdach, Freiamt ~350 m² CHF 4'500–7'500 4 Wochen
Richtwerte exkl. MwSt., bezogen auf die Gerüstfläche in m². Konsolverbreiterungen, Hanglage und erschwerte Zufahrt weist die Offerte separat aus. Stand 2026.
CHF 14–28
je m² Gerüstfläche
3–4 Wochen
Standzeit eingerechnet
Dachfanglage
in jeder Offerte
48h
bis zur Rückmeldung

Montage, Dachfanglage, Konsolen, Standzeit und Rückbau stehen als getrennte Zeilen in der Offerte. Nachträge entstehen keine. Für Ihr PV-Projekt im Kanton Aargau: Offerte anfordern.

PV-Gerüste zwischen Fricktal und Freiamt

Auf den Flachdächern im Wiggertal legt das Team Dachrandsicherung und Aufstiege am Grundriss fest, bevor der erste Rahmen kommt. Am Hang über dem Mutschellen zählt dagegen der Höhenausgleich unter den Füssen. Im Freiamt und im Zurzibiet führen Feldwege mit Gewichtsgrenzen zum Objekt – dort wird die Last grossflächig verteilt.

In den Altstädten von Aarau, Baden, Brugg, Lenzburg, Bremgarten AG und Zofingen gilt das ISOS-Erhaltungsziel A. Dort regelt die Behörde oft auch das Erscheinungsbild während der Bauzeit: Netzfarbe, Beschriftung, Standdauer. Bei rund 1'500 kantonalen Schutzobjekten kommt die Zustimmung der Denkmalpflege nach § 32 Kulturgesetz dazu. Das gesamte Leistungsangebot steht im ganzen Kanton zur Verfügung.

Baden Wettingen Spreitenbach Neuenhof Obersiggenthal Würenlos Aarau Suhr Oberentfelden Buchs AG Gränichen Brugg Windisch Birr Gebenstorf Wohlen AG Bremgarten AG Villmergen Berikon Widen Lenzburg Seon Möriken-Wildegg Rupperswil Niederlenz Zofingen Oftringen Rothrist Aarburg Kölliken Rheinfelden AG Möhlin Kaiseraugst Magden Frick Laufenburg AG Kaisten Stein AG Reinach AG Menziken Unterkulm Schöftland Muri AG Sins Merenschwand Zurzach Klingnau Döttingen Endingen

Fragen

Häufig gefragt zur PV-Einrüstung

Förderfrist, Kombination mit der Dämmung, Bahnnähe und Preis – diese fünf Punkte kommen vor jedem Solarprojekt auf. Weiteres steht in der gesamten Fragenübersicht.

Muss das Fördergesuch vor dem Gerüst stehen?

Ja. Das Gesuch ans kantonale Förderprogramm Energie muss vor Baubeginn eingereicht sein, sonst verfällt der Beitrag. Als Baubeginn gilt bereits die erste bauliche Massnahme am Objekt. Warten Sie die schriftliche Zusicherung ab, bevor das Gerüst kommt. Ab einem Beitrag von CHF 10'000 ist zusätzlich eine GEAK-Plus-Beratung Pflicht.

Lohnt es sich, Dämmung und Photovoltaik zusammenzulegen?

Meistens ja. Beide Massnahmen brauchen dieselbe Einrüstung, und der zweite Aufbau fällt weg. Entscheidend ist die Konsolenplanung: Die künftige Dämmstärke bestimmt den Wandabstand. Wird der erst beim Aufbau festgelegt, steht das Gerüst nachher zu nah an der neuen Fassade.

Wie viel Vorlauf braucht ein Gerüst am Bahntrassee?

Fährt die Wynental- und Suhrentalbahn strassenbündig an der Fassade vorbei, gilt Sonderrecht. Es braucht die Bewilligung der Bahn und eine Erdung des Gerüsts. An SBB-Strecken mit 15 kV kann eine Abschaltung dazukommen – dafür rechnen Sie mit mehreren Monaten Vorlauf. Melden Sie solche Objekte darum so früh wie möglich.

Wer bestellt das Gerüst – Bauherrschaft oder Solarteur?

Beides ist üblich. Bestellt der Solarteur, stimmt das Team Auf- und Rückbau direkt mit ihm ab. Bestellt die Bauherrschaft, steht das Gerüst als eigene Position in ihren Unterlagen. Bei Förderprojekten ist die zweite Variante für die Abrechnung übersichtlicher.

Was kostet ein Solargerüst je m² im Aargau?

Die Spanne reicht von CHF 14 bis CHF 28 je m² Gerüstfläche. Enthalten sind Montage, Dachfanglage, drei bis vier Wochen Standzeit und Rückbau. Traufhöhe, Dachform und Zufahrt verschieben den Wert innerhalb dieser Spanne. Ein Steildach mit freier Vorfahrt liegt am unteren Rand.

Jetzt starten

PV-Termin im Kalender?
Offerte innert 48 Stunden.

Für den Start genügen Dachfläche, Traufhöhe und der geplante Montagetermin. Das Team schlüsselt jede Position für Ihr Dach im Aargau auf. Am Telefon geht es schneller.