Fassadengerüste

Fassadengerüst Aargau – erst das Fördergesuch, dann das Gerüst

103'150 Einfamilienhäuser stehen im Kanton Aargau. Der grösste Block stammt aus den Jahren 1946 bis 1980. Diese Fassaden sind heute fällig: Putz, Anstrich, Dämmung. Ein Fassadengerüst macht die Arbeit überhaupt erst möglich.

Wer dämmt, holt meist einen Beitrag aus dem kantonalen Förderprogramm Energie. Dann zählt die Reihenfolge mehr als der Wunschtermin. Diese Seite führt durch beides – Förderablauf und Gerüsttechnik. Der Richtpreis liegt innert 48 Stunden bei Ihnen.

Förderablauf

Fördergesuch zuerst, Fassadengerüst danach

Das kantonale Förderprogramm Energie zahlt nur, wenn das Gesuch vor dem Baustart eingeht. Wer zuerst einrüstet, verliert den Beitrag. Fünf Schritte, genau in dieser Folge:

01

Gesuch einreichen

Melden Sie die geplante Fassadendämmung an, bevor eine Maschine anrollt. Der Kanton prüft die Massnahme. Liegt das Gesuch erst nach dem Start vor, fällt der Beitrag weg.

02

Zusicherung abwarten

Der Kanton bestätigt schriftlich, welcher Betrag zugesichert ist. Ab CHF 10'000 Förderbeitrag gehört eine GEAK-Plus-Beratung dazu. Erst danach steht Ihr Budget fest.

03

Gerüst bestellen

Jetzt passt der Montagetermin ins Bild: Dämmstärke, Startdatum und Budget sind bekannt. Wir richten das Ankerraster auf das gewählte Dämmsystem aus.

04

Dämmen und verputzen

Der Fassadenbauer lagert Platten und Klebemörtel auf der Bühne. Das Gerüst bleibt stehen, bis der Deckputz durchgetrocknet ist. Erst dann ist Abbau sinnvoll.

05

Abrechnung nachreichen

Nach Abschluss geht die Schlussabrechnung an den Kanton. Die Gerüstrechnung liegt als Beleg bei. Danach fliesst der zugesicherte Beitrag aus.

Termin und Beitrag hängen zusammen: Zwischen Gesuch und Zusicherung liegen Wochen. Planen Sie den Gerüsttermin darum mit Puffer, nicht auf den Tag. Das neue Förderprogramm gilt seit 1. Mai 2026, ab 2027 wird das Modell umgebaut. Die aktuellen Beitragssätze führt Das Gebäudeprogramm.

Verankerung eines Fassadengerüsts an einer gedämmten Fassade im Kanton Aargau – Foto: KUGE Bau AG

Verankerung

Wie ein Fassadengerüst an gedämmter Wand hält

Die häufigste Frage vor einer Aussendämmung dreht sich um die Löcher in der Wand. Die Antwort: Die Ankerhülsen greifen in den tragenden Untergrund, nicht ins Dämmpaket.

Das Raster stimmen wir vor der Montage mit dem Fassadenbauer ab – üblich sind 6 m horizontal und 4 m vertikal. Jeder Punkt wird später geschlossen, überdämmt und verputzt. Bei dickeren Dämmpaketen kommen Konsolverbreiterungen dazu, damit die Bühne breit genug bleibt.

Riegel- und Fachwerkbauten im Fricktal nehmen über die Gefache keine Ankerkräfte auf. Dort steht das Gerüst ballastiert und freistehend, oder es wird über Dach und Rückseite gehalten. Diese Entscheidung fällt am Plan, nicht auf der Baustelle.

Tragfähigkeit, Verankerung und Seitenschutz regelt SN EN 12810/12811. Nach dem Aufbau geht das Abnahmeprotokoll an die Bauleitung – griffbereit für jede Kontrolle. Die Branchenstandards dahinter setzt der Schweizerische Gerüstbau-Unternehmer-Verband.

6 × 4 m
Ankerraster horizontal × vertikal
Lastklasse 4–5
bei Wärmedämmverbundsystem
30 m
maximale Traufhöhe im System
SN EN 12810
Systemgerüst-Norm

Bestandstypen

Der Bestand entscheidet, wie das Fassadengerüst aussieht

Ab 3 m Absturzhöhe verlangt die Arbeit an der Aussenwand ein Gerüst. Wie dieses Gerüst aussieht, entscheidet der Bestand. Im Aargau sind das vor allem diese vier Fälle:

Einfamilienhaus, Baujahr 1946 bis 1980

Zwei Drittel des Aargauer Wohnbestands sind Einfamilienhäuser. Putz, Anstrich und Dämmung werden meist im selben Zug erledigt. Drei Fassadenseiten eingerüstet, ein Ansprechpartner von der Offerte bis zum Abbau.

Mehrfamilienhaus im Verwaltungsbestand

Verwaltungen in Baden, Wettingen und Aarau legen die Offerte der Eigentümerversammlung vor. Jede Position steht darum einzeln aufgeführt. Dazu liefern wir den Text für die Mieterinformation und Hinweise zum Einbruchschutz an der eingerüsteten Fassade.

Riegelbau und geschütztes Altstadthaus

Im Fricktal und in den ISOS-Altstädten trägt die Sichtfassade oft keine Anker. Das Gerüst steht dann ballastiert oder rückverankert. Netzfarbe, Beschriftung und Standdauer schreibt die Gemeinde häufig mit vor.

Dämmung zusammen mit Fassadenmodulen

Wärmedämmung und Photovoltaik an der Fassade entstehen in einem Arbeitsgang. Beide Gewerke nutzen dieselbe Gerüstlage, statt nacheinander einzurüsten. Das verkürzt die Standzeit und senkt die Mietkosten spürbar.

Kosten

Was kostet ein Fassadengerüst im Aargau?

Bis 10 m Traufhöhe liegt der Richtwert bei CHF 11 bis 16 je m² Gerüstfläche. Darin stecken Aufbau, die erste Mietperiode und die Demontage.

Den Ausschlag geben drei Dinge: Grundriss, Zufahrt und Standzeit. Ein freistehendes Haus in Gränichen liegt tiefer als ein Altstadthaus in Zofingen. Dort ist die Gasse eng, und die Anlieferung läuft im bewilligten Zeitfenster.

Richtpreise nach Objekttyp im Kanton Aargau

Objekt Richtpreis Gerüstfläche Aufbauzeit
Einfamilienhaus 1960er, drei Seiten CHF 2'200–3'900 rund 180 m² 1 Tag
Reihenmittelhaus, Strassenfassade CHF 1'500–2'800 rund 120 m² 1 Tag
Mehrfamilienhaus, vier Geschosse CHF 6'000–8'800 rund 400 m² 2 Tage
Riegelbau, freistehend ballastiert CHF 4'500–7'000 rund 250 m² 1–2 Tage
Richtwerte exkl. MwSt., Stand 2026. Enthalten sind Aufbau, Standardmiete und Abbau. Netz, Plane, Konsolen, Schutzdach über dem Trottoir sowie erschwerte Zufahrt weist die Offerte einzeln aus.
statt : Astro liefert HTML-Kommentare an den Browser aus. Diese Begründung ist interne Kalkulationslogik und gehört nicht in den öffentlichen Quelltext. */}
CHF 11–30
je m² Gerüstfläche
CHF 0.60–1.50
je m² und Monat
4 Wochen
Grundmiete inbegriffen
48h
bis zur Festpreis-Offerte

Bezahlt wird nach Gerüstfläche, nicht nach Bauchgefühl. Ragt das Gerüst auf Trottoir oder Kantonsstrasse, steht die Benützungsgebühr schon in der Offerte – nicht erst in der Schlussrechnung. Verlängert sich die Standzeit, gilt der vereinbarte Monatsansatz weiter – verrechnet wird monatlich, nicht wöchentlich. Richtwerte für andere Gerüsttypen stehen unter Preise, den verbindlichen Betrag rechnen wir für Ihr Objekt.

Fassadengerüste im Aaretal, im Fricktal und im Freiamt

Ein Gerüst löst im Aargau selten ein eigenes Baugesuch aus. Bewilligungspflicht entsteht über zwei Wege. Steht das Gerüst auf öffentlichem Grund, greift § 103 f. BauG zur Strassenbenutzung. Die Erlaubnis erteilt nach § 104 Abs. 2 BauG der Gemeinderat, bei Kantonsstrassen das Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Trägt das Gebäude Schutzstatus, zieht die kantonale Denkmalpflege mit.

Der Untergrund wird vor jedem Aufbau geprüft. Die Schotterterrassen im Aare- und Limmattal tragen zuverlässig. In den Auengebieten an Reuss und Aare steht der Boden nass und feinkörnig – dort verteilen wir die Last grossflächig. In Altstadtgassen liegen Werkleitungen knapp unter der Pflästerung, die Punktlasten klären wir vorher mit der Gemeinde.

Baden Wettingen Spreitenbach Neuenhof Obersiggenthal Würenlos Aarau Suhr Oberentfelden Buchs AG Gränichen Brugg Windisch Birr Gebenstorf Wohlen AG Bremgarten AG Villmergen Berikon Widen Lenzburg Seon Möriken-Wildegg Rupperswil Niederlenz Zofingen Oftringen Rothrist Aarburg Kölliken Rheinfelden AG Möhlin Kaiseraugst Magden Frick Laufenburg AG Kaisten Stein AG Reinach AG Menziken Unterkulm Schöftland Muri AG Sins Merenschwand Zurzach Klingnau Döttingen Endingen

Häufige Fragen

Fragen zum Fassadengerüst im Aargau

Sechs Punkte, die Eigentümer und Bauleitungen vor der Bestellung klären. Mehr Antworten stehen in der FAQ-Übersicht.

Muss das Fördergesuch wirklich vor dem Gerüst raus?

Ja. Der Kanton beteiligt sich nur an Massnahmen, die bei Gesuchseingang noch nicht angefangen haben. Bestellen Sie das Gerüst deshalb nach der Zusicherung. Ab CHF 10'000 Förderbeitrag verlangt der Kanton zusätzlich eine GEAK-Plus-Beratung. Sagen Sie uns beim Anruf, wo Ihr Gesuch gerade steht.

Bleiben nach dem Abbau Löcher in der Dämmung?

Nein. Die Ankerhülsen sitzen in der tragenden Wand, nicht in der Dämmplatte. Der Fassadenbauer schliesst jeden Punkt, bevor er überdämmt und den Deckputz aufzieht. An der fertigen Fassade sieht man davon nichts.

Wie lange steht das Gerüst bei einer Aussendämmung?

Rechnen Sie mit 4 bis 6 Wochen. Kleber, Platten, Armierung und Deckputz brauchen ihre Trocknungszeit. Die ersten 4 Wochen stecken in der Montagepauschale, danach läuft die Verlängerung monatlich weiter. Verzögert sich das Gewerk, melden Sie das früh – dann bleibt der Termin für den Abbau realistisch.

Was gilt in den Altstädten von Aarau, Baden und Zofingen?

Diese Ortsbilder tragen nach ISOS das Erhaltungsziel A. Dort regelt die Gemeinde häufig auch das Erscheinungsbild während der Bauzeit: Netzfarbe, Beschriftung und Standdauer. Ragt das Gerüst über das Trottoir, kommt ein geschützter Durchgang mit Schutzdach und Beleuchtung dazu. Bei kantonalen Schutzobjekten zieht die Denkmalpflege mit.

Die Fassade liegt direkt an einem Bahntrassee – geht das?

Ja, aber mit Vorlauf. Die Wynental- und Suhrentalbahn fährt abschnittsweise strassenbündig, die Fahrleitung hängt fast an der Wand. SBB-Leitungen führen 15 kV. Die Bahn bewilligt den Aufbau, das Gerüst wird geerdet. Ein Abschaltfenster braucht mehrere Monate Vorlauf – das gehört in die Terminplanung.

Was passiert bei Sturm und Bise?

Eine eingenetzte Fassade fängt Wind wie ein Segel. Sobald Netz oder Plane hängt, rückt das Ankerraster enger zusammen. Vor einer Wetterwarnung öffnen oder demontieren wir die Plane. Ab Windstärke 6 ruht die Arbeit auf dem Gerüst. Im Aargau zieht die Bise durch die Talachsen von Aare, Reuss und Wigger.

Jetzt starten

Fassadensanierung geplant?
Offerte innert 48 Stunden.

Nennen Sie Adresse, ungefähre Fassadenfläche und den geplanten Start. Steht Ihr Fördergesuch noch aus, sagen Sie es dazu – dann richten wir den Termin danach aus.