Sanierungskanton · 196 Gemeinden · Antwort innert 48h

Gerüstbauer im Aargau.

Zwei Drittel der Aargauer Wohnbauten sind Einfamilienhäuser. Für deren Sanierung steht das Gerüst – vom Fricktal bis ins Zurzibiet. Fixer Preis, dokumentierte Abnahme, Aufbau in ein bis drei Arbeitstagen.

01

48h

bis zur verbindlichen Offerte

02

103'150

Einfamilienhäuser im Kanton

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196

Gemeinden in elf Bezirken

04

7

Zentrumsstädte, kein Zentrum

01 / Schauplätze

Wo im Aargau das Gerüst
anders geplant wird

Elf Bezirke, elf Ausgangslagen. Sechs davon kehren im Aargau besonders oft wieder. Jede entscheidet sich beim Aufmass – nicht am Aufbautag.

Ortsbilder mit ISOS-Rang

Sieben Aargauer Altstädte tragen das Erhaltungsziel A – Aarau, Baden, Brugg, Lenzburg, Bremgarten AG, Zofingen und Bad Zurzach. Dort schreibt die Gemeinde oft auch vor, wie die Baustelle aussehen darf: Netzfarbe, Beschriftung, Standdauer.

Riegelbauten im Fricktal

Zwischen Frick, Kaisten und Laufenburg AG steht viel Fachwerk. Ein Gefach nimmt keine Ankerkraft auf. Die Lösung heisst freistehend ballastiert oder rückverankert – entschieden am Plan, lange vor dem Aufbautag.

Fahrleitung an der Fassade

Die Wynental- und Suhrentalbahn rollt streckenweise mitten auf der Strasse, die Fahrleitung hängt direkt vor der Fassade. Bei SBB-Strecken liegen 15 kV an. Das kostet Vorlauf: Zustimmung der Bahn, Erdung, teils eine Abschaltung Monate im Voraus.

Auenboden an Reuss und Aare

Im Reusstal und in den Aareauen ist der Untergrund feinkörnig und wassergesättigt. Bohlen genügen dort nicht. Gearbeitet wird mit Kanthölzern oder Platten, damit die Last grossflächig abgetragen wird – ebenso auf den weichen Feldwegen im Freiamt.

Traufhöhen im Wiggertal

Rund um Oftringen und Rothrist reihen sich Logistik- und Gewerbebauten am Autobahnkreuz, viele über 10 m Traufhöhe. Bei Flachdachsanierung und PV-Nachrüstung zählt die umlaufende Randsicherung – die Fassade spielt dabei kaum eine Rolle.

Revisionsstillstand in der Industrie

Pharma im Fricktal, Turbinenbau in Birr, Energieanlagen im Zurzibiet: Solche Areale vergeben feste Zeitfenster. Vor dem ersten Rahmen stehen Voranmeldung, Sicherheitsunterweisung und Badge. Wer das einplant, hält den Stillstandstermin.

Gerüst mit Treppenaufstieg an einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus – Foto: KUGE Bau AG

03 / Fahrplan

Vom Fördergesuch bis zur Freigabe.

Sechs Stationen. Die erste liegt beim Kanton, nicht auf der Baustelle – und wer sie überspringt, zahlt die Dämmung allein.

  1. vor dem Baustart

    Fördergesuch

    Dämmung mit Kantonsbeitrag? Dann geht das Gesuch zuerst raus. Wer zuerst baut, verliert den Beitrag.

  2. abwarten

    Zusicherung

    Erst die schriftliche Zusicherung gibt den Termin frei. Ab CHF 10'000 Beitrag verlangt der Kanton eine GEAK-Plus-Beratung.

  3. zwei Minuten

    Anfrage

    Adresse, Gebäudetyp, Wunschtermin – per Telefon oder Formular. Antwort kommt am selben Arbeitstag.

  4. ein bis zwei Tage

    Aufmass

    Auf der Baustelle oder am Plan. Entscheidend sind Untergrund, Trottoirbreite, Ankerpunkte und der Abstand zur Fahrleitung.

  5. ein bis drei Tage

    Aufbau

    Spindelfuss, Rahmen, Belag, Geländer. Rund um den Baregg startet der Lastwagen vor 06:30 – oder erst nach 09:00.

  6. am Aufbautag

    Freigabe

    Geprüft wird nach SN EN 12810/12811, das Protokoll geht an die Bauleitung. Danach beginnt die Dämmung.

Sanierung im Aargau geplant? Nennen Sie Adresse und Zeitfenster. Die Offerte steht innert 48 Stunden.

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Gerüstbau Aargau

Gerüstbau Aargau – elf Bezirke, sieben Zentren, ein Ansprechpartner

Kein anderer Deutschschweizer Kanton verteilt sich so gleichmässig auf seine Städte. Aarau, Baden, Brugg, Wohlen AG, Bremgarten AG, Zofingen und Rheinfelden AG ziehen je ihr eigenes Umland. Wer hier Gerüstbau anbietet, disponiert nicht sternförmig, sondern pro Talschaft. Und weil der Aargau ein Sanierungskanton ist, beginnt fast jeder Auftrag an einer Fassade, die schon fünfzig Jahre steht.

Fassadengerüst auf einer Baustelle – Foto: KUGE Bau AG

Ein Kanton mit 103'150 Einfamilienhäusern

Der Aargau baut kaum neu. 156'246 Gebäude tragen Wohnnutzung, 103'150 davon sind Einfamilienhäuser. Dagegen stehen rund 1'055 neue Wohngebäude pro Jahr. Der Auftrag lautet deshalb fast immer Sanierung: Fassade dämmen, Dach decken, Fenster ersetzen.

Den grössten Block stellt die Bauperiode 1946 bis 1980. Entlang von Aare, Limmat und Reuss stehen ganze Quartiere aus diesen Jahren, heute 45 bis 80 Jahre alt. Für ein Gerüst heisst das: kleine bis mittlere Flächen, kurze Standzeiten, dafür viele Objekte. Und Bauherrschaften, die zum ersten Mal einrüsten lassen. Ihre häufigste Frage betrifft den eigenen Vorplatz.

Fassadengerüst an einem Mehrfamilienhaus – Foto: KUGE Bau AG

Zuerst das Fördergesuch,
dann das Gerüst

Wer die Aussendämmung mit Kantonsbeitrag finanziert, hält eine feste Reihenfolge ein: Gesuch, Zusicherung, Gerüst, Dämmung, Abrechnung. Eingereicht sein muss das Gesuch vor Baubeginn – wer zuerst einrüstet, verliert den Beitrag. Ab CHF 10'000 verlangt der Kanton zusätzlich eine GEAK-Plus-Beratung. Seit dem 1. Mai 2026 läuft ein neues Förderprogramm Energie; die geltenden Fristen nennt die energieberatungAARGAU.

Preise und Standmiete

Was in der Offerte steht, bevor Sie fragen

Drei Zusagen tragen den Sanierungsalltag zwischen Fricktal und Freiamt. Sie entscheiden, ob ein Termin hält.

Aufmass statt Fragebogen

Untergrund, Trottoirbreite, Ankerpunkte und Abstand zur Fahrleitung nimmt der Projektleiter selbst auf. Was er misst, steht später in der Offerte – und niemand rechnet es auf der Baustelle neu.

Preis vor dem ersten Rahmen

Der Quadratmeteransatz deckt Material, Aufbau, vier Wochen Standzeit und Rückbau. Der Betrag bewegt sich nur, wenn sich der Auftrag ändert – und dann schriftlich, bevor jemand weiterbaut.

Freigabe mit Papier

Vor der Übergabe prüft geschultes Personal jede Lage: Verankerung, Belagsschluss, Seitenschutz, Aufstieg. Das unterschriebene Protokoll bleibt auf der Baustelle liegen, für jede unangemeldete Kontrolle.

Sieben Zentren statt einer Stadt

Aarau ist Hauptort, Baden seit der Fusion mit Turgi die grösste Stadt. Daneben halten Brugg, Wohlen AG, Bremgarten AG, Zofingen und Rheinfelden AG ihre eigenen Einzugsgebiete. Ein Aufbau in Frick, einer in Muri AG und einer in Wettingen laufen als drei getrennte Anfahrten, nicht als eine Tour. Welcher Ort zu welcher Talschaft gehört, zeigt die Regionen-Übersicht.

Der Terminplan berücksichtigt das. Rund um den Baregg zwischen Baden und Wettingen fährt der Lastwagen vor 06:30 los oder erst nach 09:00. Im Freiamt und im Zurzibiet führen die letzten Meter über weiche Feldwege, dort kommt die Lastverteilung mit auf den Lastwagen. Und im Lenzburger Raum liegt die Autobahn so nah, dass der Aufbau am selben Morgen startet, an dem das Material rollt.

Kurzfristig? Sturmschaden am Freitagabend, abgesprungener Anbieter, vorgezogener Dachtermin: Dann steht das Gerüst innert 24 bis 72 Stunden. Vorausgesetzt sind eine freie Zufahrt und verfügbares Material. Wie das abläuft, steht auf Express-Gerüstmontage.

Für eine Offerte genügen Adresse, Gebäudetyp und Wunschtermin. Wer vorher rechnen will, findet die Spannen unter Gerüstpreise im Aargau.

05 / Über uns

Der Aufwand liegt vor dem Aufbau, nicht danach.

Fünf Fragen entscheiden über den Aufbautag. Trägt der Untergrund? Nimmt die Fassade Anker auf? Wie breit bleibt das Trottoir? Wann darf der Lastwagen anliefern? Und hängt eine Fahrleitung im Weg? Beantwortet werden sie beim Aufmass.

Im Aargau fallen die Antworten je nach Bezirk anders aus. Ein Fricktaler Gefach nimmt keine Ankerkraft auf. Der Auenboden im Reusstal verlangt grossflächige Lastverteilung. Am Mutschellen steht das Gerüst im Hang und braucht Ausgleichsrahmen. Wer das vorher klärt, verschiebt später keinen Termin.

Der Preis steht fest, bevor der erste Rahmen gestellt wird. Jede Position ist benannt. Bewegt sich der Betrag, dann nur nach einer schriftlich dokumentierten Änderung am Auftrag.

Das Team im Porträt
Fassadengerüst an einem Mehrfamilienhaus – Foto: KUGE Bau AG

1–3

Arbeitstage für den Aufbau

4

Wochen Standzeit im Aufbaupreis

8

Gerüsttypen für jede Bauaufgabe

Region Aargau

Wo im Aargau montiert wird

Von Kaiseraugst am Rhein bis Reinach AG im oberen Wynental, vom Zurzibiet bis ins Wiggertal: 196 Gemeinden in elf Bezirken. Trottoir und Gemeindestrasse regelt jede Gemeinde für sich.

Deshalb schwankt die Vorlaufzeit für ein Strassengesuch stark – wenige Tage in kleinen Gemeinden, mehrere Wochen in Baden, Aarau oder Wettingen. Diese Frist steht im Terminplan, bevor Material reserviert wird.

Montiert wird zusammen mit festen Partnerbetrieben im Kanton. Wer die Gepflogenheiten einer Gemeinde kennt, holt die Bewilligung im ersten Anlauf.

Regionen und Bezirke
Baden Aarau Wettingen Brugg Wohlen AG Lenzburg Zofingen Oftringen Rheinfelden AG Spreitenbach Muri AG Frick

Ihre Gemeinde fehlt in der Liste? Montiert wird in allen elf Bezirken. Die Adresse genügt.

Häufige Fragen

Was vor jeder Aargauer Sanierung gefragt wird

  • Wir dämmen die Fassade mit Fördergeld – wann darf das Gerüst kommen?

    Nach der Zusicherung, nicht vorher. Das Gesuch beim kantonalen Förderprogramm Energie gehört vor den Baubeginn. Wer zuerst einrüstet und dämmt, verliert den Beitrag. Ab CHF 10'000 Förderbeitrag kommt eine GEAK-Plus-Beratung dazu. Seit dem 1. Mai 2026 läuft ein neues Programm. Die geltenden Fristen nennt die energieberatungAARGAU. Legen Sie den Gerüsttermin erst fest, wenn die Zusicherung schriftlich vorliegt.

  • Was kostet ein Gerüst für ein Aargauer Einfamilienhaus?

    Gerechnet wird die abgewickelte Fassadenfläche, nicht der Haustyp. Als Spanne gelten CHF 11 bis 30 je m², darin enthalten sind Aufbau, vier Wochen Standzeit und Rückbau. Eine amtliche Statistik zu Gerüstpreisen führt die Schweiz nicht. Was zählt, ist die schriftliche Offerte mit einzeln benannten Positionen. Zwei Drittel der Aargauer Wohnbauten sind Einfamilienhäuser – dieser Fall ist hier der Normalfall.

  • Wer bewilligt das Gerüst – Gemeinde oder Kanton?

    Meistens niemand. Ein temporäres Gerüst löst für sich kein Baugesuch aus. Zwei Dinge ändern das. Erstens der öffentliche Grund: Trottoir, Gasse, Parkfeld. Darüber entscheidet der Gemeinderat der Standortgemeinde nach § 59 BauG. Zweitens der Schutzstatus des Gebäudes. Ragt das Gerüst in eine Kantonsstrasse, kommt die Benutzungsbewilligung nach § 103 BauG dazu – dann entscheidet der Kanton in Aarau. Wer welches Gesuch stellt, halten wir vor der Montage schriftlich fest.

  • Das Gerüst steht über dem Trottoir – was verlangt die Gemeinde?

    Einen geschützten Durchgang. Über einem Trottoir wird praktisch immer ein Fussgängerdurchgang mit Schutzdach und Beleuchtung verlangt. Dazu kommt eine Benützungsgebühr, die jede Gemeinde für sich festlegt. Bei langer Standzeit fällt sie ins Gewicht, deshalb gehört sie in die Offerte und nicht in die Schlussrechnung. Die Vorlaufzeit schwankt: wenige Tage in kleinen Gemeinden, mehrere Wochen in Baden, Aarau oder Wettingen.

  • Wie lange bleibt das Gerüst stehen, und was kostet jede weitere Woche?

    Vier Wochen Standzeit stecken schon im Aufbaupreis. Dauert die Sanierung länger, liegt die Verlängerung erfahrungsgemäss bei rund CHF 1.00 bis 2.50 je m² und Woche. Nennen Sie den geplanten Zeitraum bei der Anfrage, dann steht der Wochenansatz von Anfang an schriftlich fest. In einer ISOS-Altstadt begrenzt die Gemeinde teilweise auch die zulässige Standdauer.

  • Neben dem Haus fährt die Bahn – was heisst das für den Termin?

    Mehr Vorlauf. Über SBB-Strecken hängen Fahrleitungen mit 15 kV, daraus folgen Schutzabstände. Je nach Abstand braucht es die Zustimmung der Bahn, eine Erdung des Gerüsts und Abschrankungen. Eine Abschaltung vergibt die Bahn nur in geplanten Fenstern, oft Monate im Voraus. Im Wynental und im Suhrental fährt die Regionalbahn streckenweise mitten auf der Strasse. Dort beginnt die Planung beim Trassee und nicht bei der Fassade.

  • Wie kommt das Material in eine Aargauer Altstadtgasse?

    Über ein enges Zeitfenster. Sieben Aargauer Ortsbilder tragen das ISOS-Erhaltungsziel A: Aarau, Baden, Brugg, Lenzburg, Bremgarten AG, Zofingen und Bad Zurzach. Dort beschränkt die Gemeinde die Zufahrt, teils auf den frühen Morgen. Häufig regelt sie zusätzlich Netzfarbe, Beschriftung und Standdauer. In den Treppengassen von Laufenburg AG endet die Fahrzeugzufahrt vor der Fassade – die letzten Meter trägt das Team von Hand.

Antwort am selben Arbeitstag

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