Wind. Ein offenes Gerüst bietet dem Wind wenig Fläche. Mit Netz oder Plane ändert sich das schlagartig, und das Ankerraster muss enger werden. Die Bise zieht durch die Talachsen von Aare, Limmat und Wigger – das ist hier der massgebende Windfall, nicht der Sommersturm.
Schnee. Die anzusetzende Schneelast folgt SIA 261 und ergibt sich aus der Bezugshöhe der Gemeinde. In den Juralagen des Fricktals und im oberen Wynental fällt sie spürbar höher aus als im Aaretal. Geschätzt wird dabei nichts.
Untergrund. Die Schotterterrassen im Aare-, Limmat- und Reusstal tragen gut. In den Auengebieten an Reuss und Aare ist der Boden feinkörnig und wassergesättigt, dort verteilt sich die Last über Kanthölzer und Platten. Am Mutschellen und im Freiamt gleichen Ausgleichsrahmen und Konsolen die Hangneigung aus.
Bahn. Die Wynental- und Suhrentalbahn fährt abschnittsweise strassenbündig, die Fahrleitung hängt dann direkt vor der Fassade. Bei SBB-Strecken führen 15 kV über den Draht. In beiden Fällen braucht es die Bewilligung der Bahn, eine Erdung und unter Umständen eine Abschaltung mit mehrmonatigem Vorlauf.
Abnahme. Vor der Freigabe prüft das Team Seitenschutz, Belagsabstand zur Fassade, Zugänge, Verankerungsnachweis und die Kennzeichnung der Lastklasse. Das Protokoll geht an die Bauleitung, dazu kommen wiederkehrende Kontrollen über die Standzeit.
Fanglage. Netz oder Gitter spannt zwischen Traufe und Gerüstlage. Bis 60° Dachneigung ist das Standard. Für Photovoltaik legt das Team die Lage auf Lastklasse 4–5 aus, damit Module von 20 bis 25 kg direkt auf dem Belag zwischengelagert werden können.