Zwischen Zentrum, Sulperg und Rüsler stehen Mehrfamilienhäuser der Jahre nach 1945. Drei bis fünf Geschosse, gestapelte Balkone, dazwischen Laubengänge. Diese Fassaden sind heute fällig – Putz, Dämmung, Fenster.
Genau darin unterscheidet sich Wettingen von der Nachbarstadt Baden. Dort bestimmen Altstadt, Bäderquartier und Industrieareale den Markt. Hier ist es der Siedlungsbau in Serie, oft mehrere Häuser derselben Bauherrschaft nebeneinander.
Für den Gerüstbau heisst das: Vorbauten statt glatter Wand. Balkone springen vor, Vordächer verlangen Konsolen, Laubengänge brauchen Durchgänge in der Gerüstebene. Ein sauberes Aufmass vor der Offerte spart später den Nachtrag.
Anders liegt der Fall auf der Klosterhalbinsel. Die Limmatschlaufe legt sie an, darauf steht das ehemalige Zisterzienserkloster mit der heutigen Kantonsschule. Die Substanz ist geschützt, die Auflagen reichen bis zum Erscheinungsbild während der Bauzeit.