Der Turm besteht aus vorgefertigten Rahmen, Stufenläufen und Podesten. Auf 1.30 m Podestbreite kreuzen sich zwei Leute, ohne dass einer stehen bleibt. Jedes Podest nimmt 300 kg/m² auf – genug für Werkzeugkiste und Sackkarre.
Die Standsicherheit entscheidet sich am Fuss. Auf den Schotterterrassen im Aare- und Limmattal reicht die übliche Unterlagsplatte. In den Auengebieten an Reuss und Aare ist der Boden feinkörnig und wassergesättigt. Dort verteilt ein Rost die Last auf eine grössere Fläche.
Sobald Netz oder Plane am Turm hängen, ändert sich die Rechnung. Die Bise zieht durch die Talachsen und drückt voll auf jede geschlossene Fläche. Das Ankerraster wird für diesen Zustand ausgelegt, nicht für das offene Gerüst.
Fluchttreppentürme verlangen mehr: geschlossene Wangen, rutschhemmende Stufen, Licht auf jedem Podest. Bei Arealumbauten bleibt so eine Konstruktion 6 bis 12 Monate stehen.