Gerüstvermietung Aargau – mit Montage und prüfbarer Abrechnung
Wer im Kanton Aargau ein Gerüst mietet, mietet selten nur Stahl. Material, Monteure, Abnahme und Abbau kommen vom selben Betrieb. Für Verwaltungen und Stockwerkeigentümergemeinschaften zählt vor allem eines: eine Offerte, die in der Versammlung standhält.
8 Gerüsttypen stehen zur Miete bereit. Die Offerte liegt innert 48 Stunden vor, jede Zeile mit Menge und Einheit. Grundmiete, Verlängerung und Zusätze bleiben getrennt – später ist damit nachvollziehbar, wofür welcher Betrag anfiel.
Offertstruktur
Sechs Positionen, die jede Mietofferte enthalten muss
Eine Eigentümerversammlung entscheidet an einem Abend über fünfstellige Beträge. Dafür braucht sie Zahlen, die sich einzeln prüfen lassen. Diese sechs Zeilen bilden die Grundlage, der Abbau steht als siebte darunter.
Transport und Bereitstellung
Anfahrt mit Ladekran, Bereitstellung auf der Baustelle, Abholung nach Projektende. Eine Pauschale pro Baustelle, nicht pro Fahrt.
Montage nach Gerüstfläche
Verrechnet wird die Gerüstfläche in m², nicht die Fassaden- oder Wohnfläche. Diese Bezugsgrösse steht auf jeder betroffenen Zeile.
Grundmiete für die Standzeit
Üblich sind 2–4 Wochen. Die Grundmiete deckt genau dieses Fenster ab und verlängert sich nicht von selbst.
Verlängerung pro Monat
Der Monatsansatz steht vor der Montage fest. Rutscht der Maler um zehn Tage, lässt sich der Betrag im Protokoll nachrechnen.
Zusätze einzeln beziffert
Schutznetze, Planen, Konsolverbreiterungen, Dachfanglage, Treppenturm. Jeder Zusatz erscheint mit eigener Menge und eigenem Preis.
Gebühr für öffentlichen Grund
Steht das Gerüst auf Trottoir oder Fahrbahn, erhebt die Gemeinde eine Benützungsgebühr. Sie gehört in die Offerte, nicht in die Schlussrechnung.
Für die Traktandenliste: Fordern Sie die Offerte mit Objektadresse, Baujahr, geplantem Gewerk und gewünschter Standzeit an. Damit lässt sich der Antrag ohne Rückfragen formulieren.
Mietsortiment
Sechs Typen decken den Grossteil der Aufträge
Ein Mehrfamilienhaus aus den 1960er-Jahren in Wettingen verlangt ein anderes Setup als eine Logistikhalle in Oftringen. Nennen Sie Bestand und Gewerk – der passende Typ steht dann in der Offerte.
Fassadengerüste
Der häufigste Mietauftrag im Kanton. 156'246 Gebäude mit Wohnnutzung stehen im Aargau, davon 103'150 Einfamilienhäuser. Dazu die MFH-Zeilen der Baujahre 1946 bis 1980, deren Hüllen heute fällig sind. Arbeitshöhen bis 30 m.
Zum Fassadengerüst →Dachgerüste mit Fanglage
Für Dachdecker, Spengler und Solarteure. Fanglage und Seitenschutz gehören dazu, Lastklasse 4–5 trägt auch PV-Module. Im Oberfreiamt kommen grosse Scheunen- und Vielzweckdächer dazu.
Zum Dachgerüst →Solargerüste
Breitere Konsolen, höhere Traglast, Takt nach dem Zeitplan des Installateurs. Bei geförderten Sanierungen läuft die PV-Montage oft im selben Gerüstfenster wie die Dämmung.
Zum Solargerüst →Rollgerüste
Fahrbar und in Minuten versetzt. Für Treppenhäuser, Hallen und kurze Fassadenabschnitte, Arbeitshöhe bis 12 m. Aufbau und Prüfung richten sich nach SN EN 1004.
Zum Rollgerüst →Treppentürme
Personenaufstieg für grössere Baustellen, Podestbreite ab 1.30 m. Auch als Fluchtweg oder neben einem Materialaufzug. Massgebend ist SN EN 12811.
Zum Treppenturm →Spezialgerüste
Silos, Kessel, Brücken und Sonderformen. Statisch gerechnet, Traglast bis Lastklasse 6. Gefragt bei Revisionsstillständen in Chemie, Pharma und Energieanlagen.
Zum Spezialgerüst →Mietpreise
Mietpreise nach Gerüsttyp im Kanton Aargau
Drei Grössen bestimmen den Betrag: Typ, Gerüstfläche in m² und Standzeit. Transport, Montage, Abnahme und Abbau stecken in den Richtwerten bereits drin.
Richtwerte 2026 – Bezugsgrösse jeweils in der zweiten Spalte
| Typ und Einsatz | Bezugsgrösse | Richtwert | Grundmiete deckt |
|---|---|---|---|
| Fassadengerüst für Sanierung und Anstrich | je m² Gerüstfläche | CHF 11–22 | 2–4 Wochen |
| Solargerüst für die PV-Montage | je m² Gerüstfläche | CHF 14–28 | 2–4 Wochen |
| Dachgerüst mit Fanglage und Seitenschutz | je m² Gerüstfläche | CHF 12–28 | 2–4 Wochen |
| Rollgerüst, fahrbar und versetzbar | je Gerät und Woche | ab CHF 180 | 1 Woche |
| Treppenturm als Personenaufstieg | je Turm | ab CHF 2'500 | 4 Wochen |
| Spezialgerüst, statisch gerechnet | nach Aufwand | auf Anfrage | projektabhängig |
Während der Standzeit
Wenn sich der Bauablauf verschiebt
Kaum eine Sanierung läuft exakt nach Plan. Der Maler braucht drei Tage länger, die Spenglerei rutscht in die Folgewoche. Das Gerüst bleibt dann einfach stehen, zum Monatsansatz, der vorab feststeht. Ein Anruf genügt, ein neuer Vertrag ist nicht nötig.
Auch Anpassungen am stehenden Gerüst gehören zum Alltag. Konsolen verbreitern, eine Lage aufstocken, ein Feld für die Anlieferung öffnen, Netze nachrüsten: Solche Eingriffe führen ausschliesslich Gerüstbauer aus. Danach folgt eine neue Abnahme mit Protokoll.
Wer selbst ein Brett verschiebt oder einen Anker löst, hebt die Freigabe auf. Betreten darf das Gerüst dann niemand mehr. Melden Sie Änderungsbedarf früh – so bleibt der Takt der übrigen Gewerke erhalten. Alle weiteren Angebote zeigt der Überblick der Gerüstbau-Leistungen.
Für Verwaltungen
Ein eingerüstetes Haus ist bewohnt – das ändert einiges
Bei einer Sanierung im Bestand arbeiten Monteure an Fenstern, hinter denen Menschen wohnen. Vier Punkte klären Verwaltungen am besten vor Montagebeginn, nicht danach.
Mieterinformation vor der Montage
Ein Aushang mit Datum, Dauer und Ansprechperson nimmt die meisten Rückfragen vorweg. Die Eckdaten liefert das Team, versendet wird im Namen der Verwaltung.
Aufstiege nach Arbeitsschluss
Die unterste Leiter lässt sich hochziehen oder sperren. Das erschwert den Weg über das Gerüst nach Feierabend deutlich.
Fenster und Balkontüren
In eingerüsteten Geschossen bleiben Fenster besser geschlossen, auch tagsüber. Dieser Hinweis gehört in dieselbe Mieterinformation.
Rücksprache mit dem Versicherer
Klären Sie vor der Montage, ob die Gebäudeversicherung die Einrüstung gemeldet haben will. Das dauert ein Telefonat und erspart später Diskussionen.
Grundlage für Aufbau, Abnahme und Kontrolle: Merkblätter der SUVA zu Gerüsten und Absturzschutz
Mietgerüste für Portfolios in elf Bezirken
Verwaltungen in Baden, Wettingen, Aarau, Wohlen AG und Rheinfelden AG betreuen selten nur ein Objekt. Stehen die Sanierungsetappen früh fest, lässt sich Material über mehrere Liegenschaften hinweg reservieren. Termine, Aufbau und Abbau koordiniert dieselbe Ansprechperson.
Die Vorlaufzeit hängt am Standort. In Aarau, Baden oder Wettingen dauert die Zustimmung für öffentlichen Grund mehrere Wochen, in kleinen Gemeinden oft nur Tage. Auf Gemeindestrassen erteilt die Erlaubnis der Gemeinderat, an einer Kantonsstrasse das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (§ 104 Abs. 2 BauG). Gebührenpflichtig ist die Benutzung nach § 103 f. BauG. Über dem Trottoir kommt ein geschützter Fussgängerdurchgang mit Schutzdach und Beleuchtung dazu. Sieben Aargauer Altstädte tragen im ISOS das Erhaltungsziel A: Aarau, Baden, Brugg, Lenzburg, Bremgarten AG, Zofingen und Bad Zurzach. Dort regelt die Gemeinde teils auch das Erscheinungsbild während der Bauzeit – Netzfarbe, Beschriftung und Standdauer.
Häufige Fragen
Offerte, Verlängerung, bewohnte Fassade
Fünf Antworten für Verwaltungen, Eigentümergemeinschaften und Bauleitungen. Alles Übrige steht in der gesammelten Fragenübersicht.
Wie muss die Offerte aussehen, damit sie durch die STWEG-Versammlung kommt?
Jede Position einzeln, mit Menge und Einheit. Gerüstfläche in m², Grundmiete in Wochen, Monatsansatz für die Verlängerung, Zusätze getrennt. Dazu die Benützungsgebühr, falls öffentlicher Grund beansprucht wird. So lässt sich der Beschluss später gegen die Schlussrechnung halten.
Was kostet die Standzeit über die Grundmiete hinaus?
Der Monatsansatz steht vor der Montage fest und ändert sich während der Standzeit nicht. Verrechnet wird monatlich, nicht wöchentlich. Verzögert sich ein Gewerk, läuft allein diese Position weiter. Transport, Montage und Abbau bleiben unberührt. Ab drei Monaten Standzeit gelten reduzierte Konditionen.
Darf das Gerüst während der Standzeit umgebaut werden?
Ja, aber ausschliesslich durch Gerüstbauer. Konsolen verbreitern, eine Lage aufstocken oder ein Feld für die Anlieferung öffnen sind gängige Anpassungen. Nach jedem Eingriff folgt eine neue Abnahme mit Protokoll. Wer selbst Hand anlegt, hebt die Freigabe auf.
Was raten Sie den Bewohnern während der Bauzeit?
Fenster und Balkontüren in eingerüsteten Geschossen geschlossen halten und keine Wertsachen sichtbar liegen lassen. Die Aufstiege werden nach Arbeitsschluss gesperrt. Zusätzlich lohnt sich die Rücksprache mit dem Gebäudeversicherer vor Montagebeginn.
Lässt sich nur das Material mieten und selbst aufbauen?
Nein. Vermietet wird immer mit Montage, Abnahme und Abbau. Die Bauarbeitenverordnung verlangt Aufbau und Prüfung durch Fachleute. Erst das Freigabeprotokoll erlaubt anderen Gewerken den Zutritt aufs Gerüst.
Sanierung im Portfolio?
Zeilen, die sich prüfen lassen.
Objektadresse, Baujahr, geplantes Gewerk und gewünschte Standzeit genügen. Innert 48 Stunden liegt eine Offerte vor, deren Positionen einzeln nachvollziehbar sind. Kostenlos und unverbindlich.