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+41 79 193 11 03Ein Gerüst mieten heisst im Aargau meistens: Einfamilienhaus. Zwei von drei Wohngebäuden im Kanton sind eines, 103'150 von 156'246. Wer eines besitzt, stellt vor der Sanierung immer dieselben fünf Fragen. Diese Seite beantwortet sie der Reihe nach – ohne Normendeutsch.
Der Anlass ist meist ein Heizungsersatz oder ein Fördergesuch. Dann bestimmt die Zusicherung des Kantons den Bautermin, nicht das Wetter. Offerte innert 48 Stunden.
Wegweiser
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01
Abgerechnet wird die Gerüstfläche in m², nie die Wohnfläche.
02
Vier Wochen Grundmiete deckt einen Anstrich. Ein Dach braucht länger.
03
Auf eigenem Land selten. Über dem Trottoir fast immer.
04
Lastverteilung nach Untergrund, Bohrlöcher von 8 mm in der Fassade.
05
Freigabe erst nach Abnahme mit Protokoll, danach turnusmässige Kontrollen.
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+41 79 193 11 03Auslöser
Kaum jemand bestellt ein Gerüst, weil er eines will. Am Anfang steht ein defektes Bauteil oder ein Förderentscheid. Fünf Anlässe decken fast alle Anfragen aus dem Aargau ab.
Eine Wärmepumpe rechnet sich erst hinter einer gedämmten Hülle. Deshalb folgt auf den Heizungsersatz meist die Fassade. In den Agglomerationsgemeinden zwischen Aarau, Baden und Wohlen AG stammt der grösste Gebäudeblock aus den Jahren 1946 bis 1980. Genau dieser Jahrgang ist heute an der Reihe.
Fassade, Dach, Wand gegen Erdreich und Fensterersatz sind im kantonalen Förderprogramm Energie beitragsberechtigt. Das Gerüst steht dann nicht am Wunschtermin, sondern nach der Zusicherung. Die Reihenfolge steht weiter unten.
Moos in den Ziegeln, undichte Kehlen, eine Rinne voller Rost: dann arbeitet der Dachdecker hinter einem Dachfanggerüst. Im Oberfreiamt um Muri AG und Sins kommen grosse Scheunen- und Vielzweckdächer dazu. Bei Faserzement aus den 1970er- und 1980er-Jahren klärt das Team die Asbestfrage vor der Montage.
Abplatzender Beton und lose Geländer sind ein Sicherheitsthema, kein Schönheitsfehler. Oft genügt ein schmales Konsolengerüst an der betroffenen Seite. Am Mutschellen, in Berikon, Widen und Rudolfstetten, stehen viele Häuser im Hang. Ausgleichsrahmen bringen das Gerüst dort in die Waagrechte.
Module, Kaminkopf und Blitzschutz verlangen Standfläche auf Traufhöhe. Eine breite Arbeitsebene nimmt Werkzeug und Paletten auf. Details dazu stehen bei den Solargerüsten für PV-Montagen.
Förderprogramm
Der Kanton fördert Dämmung, Fensterersatz und den Ersatz fossiler Heizungen. Das Programm läuft neu seit dem 1. Mai 2026. Halten Sie diese fünf Schritte in dieser Abfolge ein.
Vor dem ersten Handgriff. Wer zuerst baut, verliert den Beitrag. Ab CHF 10'000 Fördersumme gehört eine GEAK-Plus-Beratung dazu.
Erst das Schreiben der Behörde macht den Beitrag verbindlich. Bis dahin bleibt der Bautermin ein Bleistifteintrag.
Jetzt melden Sie Gebäudehöhe, Seitenlänge und Zeitfenster. Die Offerte folgt innert 48 Stunden, mit jeder Position einzeln.
Dämmer, Maler, Spengler und Elektriker arbeiten nacheinander auf derselben Ebene. Eine Einrüstung trägt alle Gewerke.
Nach dem Rückbau reichen Sie Belege und Fotos ein. Die Gerüstrechnung weist Fläche und Standzeit getrennt aus.
Warum das zählt: Der Aargau ist ein Sanierungsmarkt. 2024 entstanden 908 neue Wohngebäude – gegenüber 156'246 bestehenden ist das wenig. Der Beitrag entscheidet deshalb oft darüber, ob eine Fassade dieses oder erst nächstes Jahr drankommt. Die Grundlagen erklärt das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen.
Frage 01
Ein Preis ohne Bezugsgrösse sagt nichts. Jede Position der Offerte hängt an einer messbaren Grösse. Diese drei bestimmen den Betrag unter dem Strich.
Bezugsgrösse A
Höhe mal Fassadenlänge, Seite für Seite. Ein Erker zählt mit, ein Fenster zählt nicht ab. Der Quadratmeterpreis sinkt, sobald die Fläche wächst – ein Rundum-Gerüst ist pro m² günstiger als eine einzelne Seite.
Bezugsgrösse B
Montage, die ersten vier Wochen und der Rückbau stecken in einer Pauschale. Sie läuft ab der Freigabe, nicht ab dem Vertrag. Ein Aussenanstrich bleibt meist darin, eine Dachsanierung selten.
Bezugsgrösse C
Danach zählt jeder angefangene Monat, gerechnet pro m² Gerüstfläche. Verzögert sich der Maler, verlängern Sie formlos. Der Ansatz steht vorab in der Offerte und ändert sich nicht mehr.
Zwei Posten treiben den Betrag über den Rahmen: eine Netzbekleidung als Staubschutz und die Benützungsgebühr, falls das Gerüst auf öffentlichen Grund ragt. Beide stehen vorab drin, nicht auf der Schlussrechnung. Alle Ansätze mit Rechenbeispielen finden Sie unter Gerüst-Kosten im Kanton Aargau. Wer bezahlt was? Das klärt der Ratgeber Eigentümer, Mieter oder Stockwerkeigentümer.
Frage 02
Nicht das Gerüst bestimmt die Dauer, sondern das Gewerk dahinter. Ein Aussenanstrich läuft in 2 bis 4 Wochen durch. Eine Aussendämmung mit Putzaufbau braucht Trocknungszeiten und belegt die Fassade 6 bis 10 Wochen. Eine Neueindeckung liegt dazwischen.
Rechnen Sie im Winterhalbjahr Reserve ein. Von Oktober bis Februar liegt über Aare-, Wiggertal- und Reusstal oft tagelang Hochnebel. Raureif auf den Belägen verschiebt den Arbeitsbeginn in den späten Vormittag. Ein Tag Verzug pro Woche ist dann normal.
Die Gemeinden regeln zudem die Bauarbeitszeiten. Üblich sind Werktage von 07:00 bis 12:00 und 13:00 bis 19:00, samstags eingeschränkt. In den Kurgebieten von Baden, Bad Zurzach und Rheinfelden AG sind die Fenster enger. Anlieferungen ausserhalb dieser Zeiten brauchen eine Ausnahmebewilligung.
März bis Mai
Fassadensanierungen starten, Termine noch frei
Anlauf
Juni bis September
Dach, Spenglerei und PV-Montagen gleichzeitig
Hauptsaison
Oktober bis November
Alles soll vor dem Frost fertig sein
Engpass
Dezember bis Februar
Innenarbeiten, Planung, kurzfristige Notfälle
Ruhige Zeit
Frage 03
Auf Ihrem eigenen Land löst ein temporäres Gerüst im Aargau selten ein eigenes Verfahren aus. § 49 BauV listet die baubewilligungsfreien Anlagen. Zwei Wege führen trotzdem zur Bewilligungspflicht.
Weg 1
Trottoir, Strasse oder Parkfeld gehören der Gemeinde oder dem Kanton. Die Benutzung ist nach § 103 f. BauG bewilligungs- und gebührenpflichtig. Für Gemeindestrassen stellt das Team das Gesuch bei der Bauverwaltung, die Erlaubnis erteilt der Gemeinderat. An einer Kantonsstrasse entscheidet nach § 104 Abs. 2 BauG das Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Dessen Abteilung für Baubewilligungen sitzt an der Entfelderstrasse 22 in Aarau.
Ragt das Gerüst über ein Trottoir, verlangen die Behörden praktisch immer einen geschützten Durchgang für Fussgänger: Schutzdach darüber, Beleuchtung darin. Rechnen Sie in Baden, Aarau oder Wettingen mit mehreren Wochen Vorlauf, in kleinen Gemeinden mit wenigen Tagen.
Weg 2
In Schutzzonen dürfen Gemeinden die Bewilligungspflicht erweitern. Steht Ihr Haus im kommunalen Bauinventar oder unter kantonalem Denkmalschutz, kommt die Denkmalpflege dazu. Grundlage ist § 32 Kulturgesetz.
In den ISOS-Altstädten regelt die Gemeinde häufig auch, wie die Baustelle aussieht. Farbe des Netzes, Werbung am Gerüst und Standdauer sind dann vorgegeben. Fragen Sie das früh ab – nachträglich ein Netz zu tauschen kostet einen ganzen Tag.
Beides klärt das Team vor der Montage, nicht danach. Wer beide Wege im Detail nachlesen will, findet sie in der Übersicht der häufigen Fragen zum Gerüstbau.
Frage 04
Der Untergrund bestimmt die Unterlage. Auf den Schotterterrassen im Aare-, Limmat- und Reusstal genügen Bohlen unter den Fussplatten. In den Auengebieten an Reuss und Aare ist der Boden feinkörnig und wassergesättigt – dort verteilen grossflächige Platten die Last. Auf Feldwegen im Freiamt und im Zurzibiet gilt dasselbe.
Auf Pflästerung liegen Werkleitungen oft knapp unter der Oberfläche. Punktlasten stimmt das Team mit der Gemeinde ab, bevor der erste Ständer steht. Einfahrten und Platten schützen Gummimatten.
In der Fassade hinterlassen Anker Bohrlöcher von 8 mm, die nach dem Rückbau verschlossen werden. An Riegelbauten im Fricktal entfällt das: Gefache tragen keine Ankerkräfte, das Gerüst steht dort ballastiert oder rückverankert. Kommt eine Netzbekleidung dazu, steigt die Windlast deutlich. Weil die Bise durch die Talachsen zieht, rückt das Ankerraster dann enger zusammen.
Frage 05
Ein Gerüst am Wohnhaus steht wochenlang neben spielenden Kindern und vorbeigehenden Nachbarn. Vier Punkte regeln, wer wofür geradesteht.
Erst prüft das Team Verankerung, Beläge und Zugänge, dann wird das Gerüst mit Protokoll freigegeben. Grundlage ist die Norm SN EN 12810/12811 zusammen mit der Bauarbeitenverordnung.
Geländer, Knieleiste und Bordbrett laufen umlaufend mit. Das Bordbrett hält Werkzeug oben, das sonst im Garten landet. Die Einstiegsleiter lässt sich abends abhängen.
Nach Sturm, nach jedem Umbau und in festen Abständen wird nachgeschaut. Fällt etwas auf, sperrt das Team die betroffene Lage, bis sie repariert ist.
Melden Sie die Einrüstung Ihrer Gebäude- und Hausratversicherung. Das kostet ein Telefonat und klärt die Deckung, falls doch etwas passiert.
Vorgaben für Seitenschutz und Dachfang an Wohnbauten: Merkblätter der Suva zum Gerüstbau. Wo zusätzlich am Dach gesichert wird, zeigen die Absturzsicherungen.
Elf Bezirke, 196 Gemeinden, kein einzelnes Zentrum: Aarau, Baden, Brugg, Wohlen AG, Bremgarten AG, Zofingen und Rheinfelden AG haben je ihren eigenen Markt. Ihr Haus in Gränichen, Villmergen oder Möriken-Wildegg bekommt trotzdem eine Lieferung und einen Ansprechpartner.
Der Baregg-Tunnel steht morgens still. Montagen in Baden, Wettingen und Spreitenbach setzt die Disposition deshalb vor 06:30 oder nach 09:00 an. Alle Leistungen im Überblick zeigt der Gerüstbauservice.
Nachgefragt
Förderfrist, Haftung, Einbruchschutz, Umbauten, Denkmalschutz und Fachwerk – hier stehen die Antworten ausführlich.
Ja. Das Förderprogramm Energie des Kantons Aargau, neu aufgelegt per 1. Mai 2026, setzt den Gesuchseingang vor den Baubeginn. Ein bereits stehendes Gerüst gilt als Baubeginn. Wer die Reihenfolge dreht, verliert den Beitrag – auch wenn die Dämmung technisch einwandfrei ist. Planen Sie deshalb zuerst das Gesuch, dann die Zusicherung, danach den Montagetermin. Beraten wird über die energieberatungAARGAU.
Für Aufbau, Abnahme und Zustand haftet der Gerüstbauer. Freigegeben wird erst nach der Abnahme mit Protokoll, danach folgen turnusmässige Kontrollen. Sobald jedoch ein Handwerker eigenmächtig einen Belag hebt oder einen Anker löst, endet diese Grundlage. Melden Sie solche Eingriffe sofort. Das Team prüft nach und gibt neu frei – das kostet eine Stunde statt einen Unfall.
Ein Gerüst ist eine Treppe zum Obergeschoss – das ist der ehrliche Teil der Antwort. Wirksam ist wenig Aufwand: unterste Leiter nach Feierabend abhängen, Fenster und Balkontüren auch im ersten Stock verriegeln, Aussenlicht mit Bewegungsmelder laufen lassen. Bei Mehrfamilienhäusern informiert die Verwaltung die Mietparteien vor dem Aufbautag. Melden Sie die Einrüstung zudem Ihrer Hausratversicherung.
Nein. Beläge, Geländer, Konsolen und Anker gehören zusammen und sind rechnerisch nachgewiesen. Wird ein Teil entfernt, stimmt der Nachweis nicht mehr. Braucht der Maler eine zusätzliche Lage oder eine Konsole über dem Vordach, genügt ein Anruf. Solche Anpassungen laufen als eigene Position und dauern meist einen halben Tag.
Dann klärt das Team vor der Montage, welche Auflagen greifen. Rund 1'500 Objekte stehen im Aargau unter kantonalem Denkmalschutz; Eingriffe daran brauchen die Zustimmung der Kantonalen Denkmalpflege nach § 32 Kulturgesetz. Daneben führen die Gemeinden ein eigenes Bauinventar. Sieben Aargauer Altstädte tragen zudem ISOS-Status: Aarau, Baden, Brugg, Lenzburg, Bremgarten AG, Zofingen und Bad Zurzach. Dort ist oft auch das Erscheinungsbild während der Bauzeit geregelt: Netzfarbe, Beschriftung, Standdauer.
Ja, nur nicht über Fassadenanker. Gefache aus Lehm oder Backstein nehmen keine Ankerkräfte auf. Das Gerüst steht dann freistehend und ballastiert oder es wird an tragenden Bauteilen rückverankert. Beides braucht mehr Grundfläche und mehr Material, also mehr Zeit am Aufbautag. Die Lösung legt das Team beim Ortstermin fest, nicht am Telefon.
Nächster Schritt
Adresse, betroffene Gebäudeseiten und der geplante Zeitraum genügen. Läuft ein Fördergesuch, nennen Sie den Stand gleich mit. Antwort innert 48 Stunden – oder rufen Sie direkt an.