Innengerüste

Innengerüst Aargau – Arbeitshöhe im Gebäude, ohne Dübel in der Wand

Zwischen Dezember und Februar verlagert sich die Baustelle nach innen, und die Nachfrage nach Innengerüsten im Aargau steigt. Der Kanton zählt 156'246 Gebäude mit Wohnnutzung, ein grosser Teil davon aus den Jahren 1946 bis 1980. Deren Treppenhäuser, Kellerdecken und Estriche sind heute an der Reihe.

Ein Gerüst im Innenraum trägt sich selbst. Es steht auf Druckverteilungsplatten statt in Dübeln – entscheidend überall dort, wo Putz, Stuck oder Malerei die Wandoberfläche bilden. Gerüstbau Aargau plant Treppenhaus-, Decken- und Raumgerüste nach SN EN 12811 und liefert die Offerte innert 48 Stunden.

Entscheidungshilfe

Reicht nicht auch eine Leiter?

Oft schon. Die Frage lohnt sich vor jeder Anfrage, denn ein Innengerüst kostet Geld und Platz. Drei Arbeitsmittel decken den Innenraum ab – jedes hat eine klare Grenze.

Leiter

Kurze Handgriffe

Bis 3 m Arbeitshöhe vertretbar. Eine Hand hält fest, die andere arbeitet. Keine Ablage für Werkzeug, keine zweite Person auf derselben Höhe.

Rollgerüst

Ebener Boden, versetzbar

Trägt etwa 3 bis 8 m und ist schnell umgestellt, gebaut nach SN EN 1004. Braucht freie Bodenfläche und verträgt keine Treppenstufen.

Innengerüst

Treppen, Gewölbe, Einbauten

Feste Arbeitsebene über die ganze Grundfläche. Mehrere Gewerke arbeiten gleichzeitig, die Konstruktion bleibt wochenlang stehen.

Aufbau und Prüfung folgen den Präventionsvorgaben der SUVA. Für Treppenhaus- und Deckengerüste gilt die Norm SN EN 12811, für versetzbare Rollgerüste SN EN 1004.

Einsatzbereiche

Vom Treppenhaus bis zum Klostergewölbe

Der Aargau hat kein einzelnes Zentrum, sondern sieben. Entsprechend unterschiedlich fallen die Aufträge aus: Wohnsanierung in der Agglomeration, Restaurierung im Klosterbau, Revisionsstillstand im Industrieareal.

Treppenhäuser im Mehrfamilienhaus

Die Bauperiode 1946 bis 1980 prägt die Agglomerationsgemeinden – Wettingen, Neuenhof und Obersiggenthal sanieren derzeit reihenweise. Vier Geschosse, schmale Podeste, Bewohner im Haus: Ein Gerüst folgt hier der Steigung und überbaut den Lauf nur teilweise. Der Durchgang für die Mieter bleibt offen.

Gewölbe im Klosterbau

Die Klosterkirche Muri AG mit der Habsburger-Gruft zeigt, worum es geht: Stuck, Malerei und Gewölberippen vertragen keine Dübel. Die Konstruktion steht frei auf dem Kirchenboden und lädt ihre Last über Platten ab. Jeder Auflagepunkt wird vorher auf dem Plan eingetragen.

Glasmalerei und Wandbild

Königsfelden in Windisch steht für die heikelste Aufgabe im Innenraum: Restauratoren arbeiten direkt an den Chorfenstern. Das Gerüst hält Abstand zur Laibung und trägt nirgends auf das Fenstergewände ab. Greift der Aufbau in den Boden ein, kommt zusätzlich die Kantonsarchäologie ins Spiel.

Schul- und Sportbauten

Turnhallendecken liegen bei 7 m und höher, die Kantonsschule auf der Klosterhalbinsel Wettingen kombiniert Schulbetrieb mit geschützter Bausubstanz. Solche Arbeiten laufen im Ferienfenster. Der Terminplan steht damit vor der Offerte fest, und der Rückbau ist Teil davon.

Anlagenunterhalt in der Industrie

Hitachi Energy und ABB in Baden, Siegfried in Zofingen, dsm-firmenich in Sisseln: Revisionsstillstände sind auf den Tag geplant. Das Gerüst muss stehen, sobald die Anlage aus ist. Zutritt heisst Voranmeldung, Sicherheitsunterweisung und Badge – das Team meldet sich mit Namensliste im Voraus an.

Deckenmontage im Gewerbebau

Lüftungskanal, Sprinklerleitung und Akustiksegel hängen an derselben Decke. Statt drei Hubarbeitsbühnen nacheinander steht eine durchgehende Ebene über der ganzen Grundfläche. Sie trägt 200 kg/m². In den Logistikhallen des Wiggertals liegt die Untersicht oft über 8 m.

Schutzobjekte

Was vor dem ersten Gerüstteil geklärt sein muss

Rund 1'500 Objekte führt der Kanton in seinem Verzeichnis der geschützten Bauten. Dazu kommt in fast jeder Gemeinde ein eigenes Bauinventar. Ob Ihr Objekt darunterfällt, entscheidet nicht der Gerüstbauer – die Auskunft gibt die Standortgemeinde.

Steht ein Objekt unter kantonalem Schutz, verlangt § 32 Kulturgesetz die Zustimmung der Kantonalen Denkmalpflege zu baulichen Massnahmen. Wird für die Konstruktion der Boden geöffnet, prüft zusätzlich die Kantonsarchäologie. Beide Verfahren gehören ins Baugesuch und laufen vor der Gerüstplanung, nicht parallel dazu.

Für die Konstruktion folgen daraus vier Vorgaben. Keine Verankerung im historischen Mauerwerk. Lastabtrag über die Fläche statt über einzelne Punkte. Gepolsterte Auflager an jeder Berührungsstelle. Und ein Mindestabstand zu Fenstergewände und Stuckprofil. Jeder Auflagepunkt wird vor der Montage auf dem Grundrissplan eingetragen und von der Bauleitung freigegeben.

1'500
kantonale Schutzobjekte
§ 32
Kulturgesetz Kanton Aargau
Null
Dübel im geschützten Mauerwerk
Plan
jeder Auflagepunkt vorab erfasst
Freistehende Gerüstkonstruktion in einem geschützten Innenraum im Kanton Aargau – Foto: KUGE Bau AG

Lastabtrag

Wie das Gewicht in den Boden kommt

Aussen hält die Verankerung das Gerüst an der Fassade. Innen fällt dieser Anker weg, und die gesamte Last geht nach unten. Der Weg führt von der Spindel über die Standplatte auf eine Druckverteilungsplatte und erst von dort in den Bodenaufbau.

Was darunterliegt, entscheidet über die Plattengrösse. Ein Industrieboden nimmt die Last ohne Zwischenlage auf. Riemenparkett, Terrazzo und alte Steinplatten bekommen Vlies und eine Hartfaserplatte darüber. Bei Holzbalkendecken sitzen die Auflager über den Balken, nie im Feld dazwischen.

Im Treppenhaus gleicht ein Ausgleichsrahmen die Steigung aus, sodass die Arbeitsebene waagrecht bleibt. Umlaufender Seitenschutz gehört auch hier dazu, ebenso ein Aufstieg innerhalb der Konstruktion. Bemessung und Ausführung richten sich nach SN EN 12811.

Höhen bis 20 m sind im Innenraum machbar, etwa im Kirchenschiff oder in einer Produktionshalle. Die Arbeitsebene trägt dabei 200 kg/m² – genug für zwei Handwerker samt Material auf demselben Feld.

20 m
Aufbauhöhe im Raum
200 kg/m²
Nutzlast je Arbeitsebene
80 cm
Türbreite genügt zum Eintragen
SN EN 12811
Norm für Arbeitsgerüste

Ablauf

Drei Schritte bis zur fertigen Arbeitsebene

Zwischen Anfrage und montiertem Gerüst liegen in der Regel 3 bis 5 Arbeitstage. Ein einfaches Raumgerüst steht oft schon am übernächsten Tag.

01

Raum aufnehmen

Deckenhöhe, Grundriss, Bodenbelag und Türbreite genügen für die Kalkulation. Fotos ersparen meist den ersten Besichtigungstermin. Steht das Gebäude unter Schutz, klärt sich zuerst, wer die Freigabe erteilt.

02

Offerte innert 48 Stunden

Gerüsttyp, Aufbau, Bodenschutz und Mietdauer stehen als getrennte Zeilen im Dokument. So lässt sich die Offerte gegen eine zweite halten, ohne dass Positionen im Pauschalpreis verschwinden.

03

Aufbau und Rückbau

Zwei Monteure tragen die Teile durch den Hauseingang, der Aufbau dauert 2 bis 6 Stunden. Der Rückbau läuft auf Abruf innert 2 bis 3 Arbeitstagen. Boden und Wände nimmt das Team gemeinsam mit Ihnen ab.

Gut zu wissen: Die zulässigen Bauarbeitszeiten legt jede Gemeinde selbst fest. In den Kur- und Kernzonen von Baden, Bad Zurzach und Rheinfelden AG ist das Fenster enger als im Gewerbegebiet. Fluchtwege bleiben während der ganzen Standzeit frei – das verlangt die Feuerpolizei, unabhängig vom Bauprogramm.

Kosten

Was kostet ein Innengerüst im Aargau?

Drei Grössen bestimmen den Preis: Deckenhöhe, überbaute Grundfläche und der Weg ins Gebäude. Über 25 m² Grundfläche und bis 4 m Deckenhöhe liegt ein Raumgerüst bei CHF 800 bis 1'500, Anlieferung und Rückbau eingerechnet.

Innen fällt weg, was aussen ins Geld geht: Verankerung, Netz, Gehwegüberbrückung, Kranstunde. Dafür trägt das Team jedes Teil von Hand ins Gebäude, und genau das ist der grösste Posten. Ab etwa vier Geschossen rechnet sich ein Materialaufzug. Preise für die Aussenhülle stehen auf der Seite zu Fassadengerüsten.

Richtpreise mit Bezugsgrösse

Innengerüst Bezugsgrösse Richtpreis Aufbauzeit
Raumgerüst bis 4 m Deckenhöhe 25 m² Grundfläche CHF 800–1'500 1–2 Stunden
Treppenhausgerüst über 3 Geschosse Laufhöhe rund 9 m CHF 2'000–4'000 4–6 Stunden
Deckengerüst in der Halle 50–200 m² Untersicht CHF 3'500–8'000 1–2 Arbeitstage
Gerüst im geschützten Innenraum Nach Aufmass vor Ort Auf Anfrage 2–3 Arbeitstage
Enthalten sind Anlieferung, Aufbau, Bodenschutz und Rückbau. Angaben ohne MwSt., Stand 2026. Standzeiten über vier Wochen werden wochenweise verrechnet.
Ab CHF 800
Raumgerüst über 25 m² Grundfläche
48h
bis die Offerte vorliegt
Wochenweise
Abrechnung der Standzeit
Ohne Dübel
freistehend im Raum

Jede Zeile der Offerte lässt sich einzeln nachrechnen – Gerüsttyp, Aufbau, Bodenschutz, Standzeit. Schildern Sie den Raum im Formular oder greifen Sie zum Telefon: Offerte anfordern.

Innengerüste zwischen Fricktal, Freiamt und Wiggertal

Der Kanton verteilt sich auf 196 Gemeinden in elf Bezirken, ohne dominierendes Zentrum. Aarau, Baden, Brugg, Zofingen, Wohlen AG, Bremgarten AG und Rheinfelden AG ziehen je ihre eigene Bauregion. Weil Innengerüste zerlegt ankommen und erst im Raum entstehen, spielen Kranstellplatz und Schwertransport keine Rolle.

Sieben Altstädte tragen das ISOS-Erhaltungsziel A: Aarau, Baden, Brugg, Lenzburg, Bremgarten AG, Zofingen und Bad Zurzach. Dort begrenzt die Gemeinde die Zufahrt oft auf ein Zeitfenster am frühen Morgen. Da sich jedes Teil durch eine Haustür ab 80 cm tragen lässt, hängt der Termin nicht am Lastwagen. Der Überblick über alle Gerüstbau-Leistungen zeigt, was rund um den Innenausbau sonst noch dazugehört.

Baden Wettingen Spreitenbach Neuenhof Obersiggenthal Würenlos Aarau Suhr Oberentfelden Buchs AG Gränichen Brugg Windisch Birr Gebenstorf Wohlen AG Bremgarten AG Villmergen Berikon Widen Lenzburg Seon Möriken-Wildegg Rupperswil Niederlenz Zofingen Oftringen Rothrist Aarburg Kölliken Rheinfelden AG Möhlin Kaiseraugst Magden Frick Laufenburg AG Kaisten Stein AG Reinach AG Menziken Unterkulm Schöftland Muri AG Sins Merenschwand Zurzach Klingnau Döttingen Endingen

Häufige Fragen

Was im bewohnten Haus zu klären ist

Bewohner im Haus, Schutzstatus, empfindliche Böden: Das sind die Punkte, an denen Innenprojekte im Aargau hängen bleiben. Breiter angelegte Antworten stehen in der FAQ-Übersicht.

Können die Bewohner das Treppenhaus weiter benutzen?

Ja, der Fluchtweg gibt den Aufbau vor. Das Gerüst überbaut den Lauf nur teilweise, Handlauf und Durchgang bleiben nutzbar. Vor dem Aufbau legt das Team den Weg mit der Verwaltung fest. Ein Aushang informiert die Mieter über Dauer und Arbeitszeiten.

Was ändert sich, wenn der Innenraum unter Schutz steht?

Rund 1'500 Objekte stehen im Aargau unter kantonalem Schutz, dazu kommen die kommunalen Bauinventare. Bauliche Massnahmen brauchen die Zustimmung der Kantonalen Denkmalpflege nach § 32 Kulturgesetz. Für das Gerüst heisst das: Auflagepunkte vorab auf den Plan, Fotodokumentation des Bestands, keine Verankerung im historischen Mauerwerk.

Hinterlässt die Konstruktion Spuren auf Parkett oder Terrazzo?

Jede Standplatte steht auf Vlies und Hartfaserplatte. Damit wird aus der Punktlast eine Flächenlast, die der Belag verträgt. Den Zustand hält das Team vor dem Aufbau und nach dem Rückbau fest – mit Fotos, gegengezeichnet von der Bauleitung.

Trägt eine alte Holzbalkendecke ein Deckengerüst?

Meistens ja, sofern die Auflager über den Balken sitzen und nicht im Feld dazwischen. Wo der Deckenaufbau unbekannt ist, rechnet der Bauingenieur die zulässige Last. Das Team stellt die Standorte anschliessend genau nach dieser Vorgabe.

Wie lange darf das Gerüst im Gebäude stehen bleiben?

So lange, wie die Arbeiten dauern. Verrechnet wird wochenweise, verlängert wird per Anruf. Innen gibt es weder Windlast noch Netz, deshalb bleiben Innengerüste oft über Monate stehen – etwa während einer etappierten Treppenhaussanierung.

Braucht ein Innengerüst eine Bewilligung?

Nein, solange es im Gebäude bleibt. Bewilligungspflichtig wird erst die Anlieferung, wenn dafür Trottoir oder Fahrbahn beansprucht werden. Dann greift § 103 f. BauG zur Strassenbenutzung. Die Erlaubnis erteilt nach § 104 Abs. 2 BauG der Gemeinderat, bei Kantonsstrassen das Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Bei geschützten Bauten kommt die Zustimmung der Denkmalpflege dazu.

Nächster Schritt

Innenraum einrüsten?
Die Offerte kommt innert 48 Stunden.

Deckenhöhe, Grundfläche und die geplante Arbeit genügen für eine erste Einschätzung. Ein paar Fotos aus dem Raum beschleunigen die Sache zusätzlich. Formular oder Telefon – beides führt zum selben Ergebnis.